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Okt
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Energiewende: Deutschland kann sich Ökostrom leisten

Die über den Strompreis erhobene Umlage zur Förderung erneuerbarer Energien steigt 2014 weiter | Klaus-Dieter Maubach definiert Acht-Punkte-Plan für die Politik, mit dem erneuerbare Energien dauerhaft bezahlbar bleiben

Energiewende: Deutschland kann sich Ökostrom leisten

Coverabbildung des neuen Fachbuchs Energiewende von Springer VS | © Springer

Berlin | Heidelberg | Wiesbaden, 17. Oktober 2013. Angesichts der steigenden Umlage für die erneuerbare Energien fragen sich nicht nur die Verbraucher, wie die Energieversorgung bezahlbar bleibt. Auch bei den Sondierungsgesprächen zur Bildung einer Koalition für den nächsten Deutschen Bundestag diskutieren die Parteien über die Ausgestaltung der Energiewende. Prinzipiell sei man sich zwar einig, dass die Bundesrepublik langfristig ein nachhaltiges, klimaschonendes Energiesystem aufbauen soll. Die Politiker müssten bei der Umsetzung aber auch die ebenfalls im Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) verankerten Ziele Sicherheit der Energieversorgung und Preiswürdigkeit verfolgen, so Klaus-Dieter Maubach. In seinem gerade bei Springer VS erschienenen Fachbuch „Energiewende“ beschreibt der ehemalige Energiemanager einen kurzfristig angelegten Aktionsplan in acht Punkten, der die volkswirtschaftlichen Kosten eindämmt und die Umstellung für die Verbraucher bezahlbar macht.

Während heute noch weitgehend fossile Brennstoffe die Grundlage der deutschen Energieversorgung bilden, sollen regenerative Energien bis zum Jahr 2050 den Energiemix bestimmen – das ist Konsens. Wer das einstige Exoten-Thema Energiewende heute noch grundsätzlich infrage stellt, muss sich politisch rechtfertigen. Seit den Anfängen der Umweltbewegung 1980 haben das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) und die liberalisierten Strom- und Gasmärkte den Markt verändert. Die atomare Katastrophe von Fukushima hat schließlich den deutschen Ausstieg aus der Kernenergie vorangetrieben. Trotz dieser Fortschritte ist die Energiewende nach Ansicht von Klaus-Dieter Maubach derzeit an einem kritischen Punkt: „Neben dem Umweltschutz muss es in den nächsten Jahren wieder verstärkt um die Stabilisierung der Strompreise und das Thema Versorgungssicherheit gehen, sonst droht die Energiewende zu entgleisen. Wer eine Entgleisung verhindern will, muss politisch handeln.“

Die Energiewende werde nur gelingen, wenn Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und wichtige gesellschaftliche Gruppen wie Kirchen und Gewerkschaften zusammenarbeiten. „Es wird Kraft und Geld kosten, sowie Geduld und Ausdauer brauchen“ warnt Maubach. Der Ingenieur befürchtet einen Stillstand, wenn die Politik die Entwicklung der Energiewende allein Markt und Wettbewerb überlasse, und fordert deshalb in seinem Acht-Punkte-Plan staatliche Unterstützung und Regulierung für eine notwendige, schnelle Kurskorrektur. Unter anderem umfassen die Vorschläge des Autors ein neues Geschäftsmodell für den fortgesetzten Ausbau der Photovoltaik in Deutschland, eine veränderte Kostenverteilung beim Netzausbau sowie einen pragmatischen Ansatz zur Vermeidung von zukünftigen Engpässen bei der Stromversorgung. Weitere Themen sind Energieeffizienz, Emissionshandel und die Reform des EEG.

Nach Einschätzung des Experten hat Deutschland als eines der wenigen Länder der Welt das Potenzial, eine solche Energiewende zum Erfolg zu bringen. Für die Realisierung dieses wichtigen Vorhabens hat Maubach in seinem Aktionsplan ausgewählte Ideen von Wissenschaftlern und Spitzenökonomen zur Klima- und Energiepolitik zusammengebracht. Zwischen den unterschiedlichen Positionen baut er Brücken und lässt zu kontroversen Themen beide Seiten zu Wort kommen. Trotz der Schwierigkeiten ist der Experte überzeugt: „Noch ist unklar, ob die Energiewende den globalen Durchbruch schaffen wird, aber sie hat das Zeug dazu, ein weiterer Markenartikel Deutschlands zu werden.“

Klaus-Dieter Maubach arbeitete bislang 25 Jahre für und in der Energiewirtschaft, zuletzt als Technologievorstand in einem internationalen, börsennotierten Energiekonzern. Der promovierte Ingenieur ist zudem seit 12 Jahren Lehrbeauftragter und Honorarprofessor für Elektrizitätswirtschaft an der Technischen Universität in Clausthal.

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