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Okt
04

TERRASYS: Zweiter Prototyp wird in Zittau gebaut

Hybrid-Kraftwerk nutzt Biomasse und selektierte Abfallstoffe
TERRASYS: Zweiter Prototyp wird in Zittau gebaut

Aachen. – Der zweite Prototyp eines Hybrid-Kraftwerkes, das aus Biomasse und selektierten Abfallstoffen Strom, Wärme, Kälte und Trinkwasser erzeugt, wird im Umkreis der Hochschule Zittau/Görlitz gebaut. Das teilte der Leiter des AUTARK Institutes für Energieforschung und Energieberatung, Julien Uhlig, in Aachen mit.

„Wir pflegen seit langem eine hervorragende Zusammenarbeit mit der Hochschule und dem Prorektor Forschung Prof. Tobias Zschunke“, so Uhlig, „und erhoffen uns von dem Projekt beiderseitig Vorteile. Auf der einen Seite bekommt TERRASYS technische Unterstützung, auf der anderen Seite können die Studenten der Hochschule von dem System lernen.

TERRASYS, das erstmals im April auf der Hannover Messe einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt wurde, ist speziell für Schwellen-und Entwicklungsländer konzipiert und basiert auf einer modular zusammengesetzten Wirbelschichtfeuerung im kleinen Leistungsbereich, die am Fraunhofer Institut UMSICHT in Oberhausen entwickelt wurde. Das Konzept wurde dem sächsischen Landtagsabgeordneten Stephan Meyer, der Wirtschaftsförderung der Stadt Zittau und dem Landkreis Görlitz präsentiert.

Durch eine innovative Gebäudemanagement-Software wird zunächst der Energieverbrauch beispielsweise eines Hotels gesenkt und genauer regelbar gemacht. Somit kann bereits Energie gespart werden. Zusätzliche benötigte Energie wird aus Reststoffen und erneuerbaren Quellen, die vor Ort anfallen, bereitgestellt. Sollte nicht auseichend Energie durch die Feuerung und eine angeschlossene Mikro-Turbine erzeugt werden, können andere Stromerzeugungsanlagen wie Photovoltaik oder Wasserkraft in ein eigen generiertes Stromnetz eingebracht werden. Somit soll vor Ort für den Betreiber langfristig eine Unabhängigkeit vom Stromnetz erreicht werden.

Durch eine innovative Nutzung der Abwärme in Form von thermischen Kälteanlagen und angeschlossener Wasseraufbereitung soll ein hoher Gesamtwirkungsgrad entstehen, der bei reiner Stromerzeugung im kleinen Leistungsbereich nicht möglich wäre. Die Anlage wird neuesten Emissionsansprüchen genügen.

Das Projekt wird von Dipl. Ing. Wolfgang Ullrich, Dipl. Ing. Dieter Bräkow und Dr. Ingo Rickert vom AUTARK Institut für Energieforschung und Energieberatung, dem Team des Fraunhofer Instituts UMSICHT in Oberhausen und der Hochschule Zittau/Görlitz gemeinsam durchgeführt.

Das Konzept wurde vom Netzwerk AUTARK (www.netzwerk-autark,de) entwickelt, das im Rahmen des Programms ZIM-NEMO vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie über einen Zeitraum von drei Jahren gefördert wird. Ein Antrag für ein Auslandsprojekt wurde gemeinsam mit den Vereinten Nationen und der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit in Sri Lanka auf den Weg gebracht. Als nächster Schritt soll in Zittau die Entwicklung bis zur Kleinserienreife vorangetrieben werden. Als Investor konnte die Entrade (www.entrade.de) Energiesysteme AG gewonnen werden, die gemeinsam mit öffentlichen Fördermitteln die Finanzierung bereitstellen wird.
Bildquelle: Fraunhofer Institut UMSICHT in Oberhausen
www.umsicht.fraunhofer.de/
Das AUTARK Institut ist der bundesweite Dienstleister für Energieforschungsprojekte und Energieberatung für mittelständische Firmen und Kommunen. Unser Ziel ist es, Lösungen zur nachhaltigen Energieversorgung auf Basis nachwachsender Rohstoffe zu finden und fördern. Derzeit über 30 Firmen und 15 Forschungseinrichtungen arbeiten in verschiedenen öffentlichen Energieforschungsprojekten mit uns zusammen. Mit Büros an der Hochschule Zittau/Görlitz, in Bad Münstereifel und Berlin, ist es unser Ziel, Kommunen und Betriebe nicht nur zu beraten, sondern energieeffiziente und wirtschaftlich tragfähige Lösungen anzubieten. Das AUTARK Institut für Energieberatung und Energieforschung ist eine Ausgründung aus der Wirtschaftsförderung der Technologieregion Aachen, AGIT mbH.

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